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8 Geheimnisse: Bergschuhe kaufen, SO geht es richtig

Du möchtest Bergschuhe kaufen, fühlst Dich aber von dem „Über-Angebot“ regelrecht erschlagen? Als leidenschaftliche Wanderer kennen wir dieses Gefühl und möchten Dir vor dem Kauf einige Tipps mit auf dem Weg geben. Einige Hinweise geben noch nicht mal die Verkäufer…

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Wir kennen nur all zugut dieses Gefühl: Du willst ordentliche Bergschuhe für Deine Tour, bist Dir aber nicht recht sicher, welche es sein sollen. Das große Angebot macht die Suche auch nicht immer einfach. Aus diesem Grund haben wir hier 8 Geheimnisse zusammengestellt, die Dir bei der Suche und damit auch beim Kauf helfen werden.

Geheimnis 1: Zur richtigen Zeit einkaufen

„Was? Zur richtigen Zeit einkaufen?“ – Ja das ist nicht zu unterschätzen. Deine Füße schwellen im Laufe des Tages an. Bei einem Erwachsenen Menschen kann sich ein Fuß bis zu 4% ausdehnen (Das kann immerhin schon 1 Zentimeter sein). Wenn Du das Anprobieren auf den späten Nachmittag oder sogar gegen Abend verlegst, wirst Du die richtige Schuhgröße für Dich finden. Ansonsten kann es am Berg recht schmerzhaft werden.

Und: Bergschuhe nicht mal so nebenbei kaufen. Lass Dir Zeit und teste die Anprobe ausgiebig. (Lass Dich auch nicht von den Verkäufern hetzen ;-)). Alternativ solltest Du Dir unbedingt Geheimnis Nr. 9 näher anschauen.

Aus eigener Erfahrung würden wir vor allem in der ersten Woche die neuen Bergschuhe ständig anziehen (mind. 1 Woche intensiv testen). Auch zu Hause. So verhinderst Du Überraschungen auf Deiner Tour.

Geheimnis 2: Größe RICHTIG ermitteln

Ein immer wieder unterschätztes Thema. Die Größe Deiner Bergschuhe muss einfach passen, sonst ärgerst Du Dich nur (Wir hatten schon in einem anderen Beitrag erwähnt, dass das der Hauptgrund für Blasen ist). Gute Fachgeschäfte messen Deine Schuhgröße richtig aus. Wie in unserem Beitrag beschrieben, kannst Du das aber auch zu Hause machen.

Geheimnis 3: Nimm Deine alten Schuhe mit

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Du hast schon alte Bergschuhe und möchtest einfach nur neue Bergschuhe kaufen? Perfekt, dann nimm Deine alten zum Schuhkauf mit. Warum? An der Abnutzung der alten Schuhe kannst Du zum Beispiel „ablesen“ wo sich Deine Bergschuhe besonders abnutzen. Dementsprechend kannst Du Bergschuhe auswählen, die speziell konzipiert sind.

Wenn Du nach innen knickst (Überpronation), solltest Du Bergschuhe auswählen die die Überpronation verhindern. Das übertriebene nach-innen-Drehen Deines Fußes kann schwere Probleme verursachen. Dasselbe gilt bei Füßen die übertrieben nach außen drehen (Unterpronation).

Wusstest du schon..?
Pronation bedeutet: das Eindrehen Deines Fußes beim Aufkommen. Übertriebene Fehlstellungen können beim Bersteigen körperliche Schäden verursachen.

Kleiner Selbstcheck: begutachte einmal Deine alten Bergschuhe. Sind diese an der Innenseite stärker abgenutzt als an der Außenseite? Dann hast Du eine Überpronation. Nutzen sich Deine Bergschuhe eher im äußeren Bereich ab, dann handelt es sich um eine Unterpronation. In beiden Fällen solltest Du passende Bergschuhe wählen und eventuell sogar eine Einlage in Betracht ziehen.

Geheimnis 4: Deine Wandersocken

Du solltest unbedingt Deine Wandersocken mitnehmen, die Du auch auf Deiner Tour anziehen willst.

Ist das so wichtig?

Sagen wir es so: Wenn Du auf Deiner Tour Deine dicken Trekkingsocken anziehst, dann solltest Du diese auch zum Kauf mitnehmen. Würdest Du Deine dünnen Sportsocken beim Anprobieren Tragen, könnte das zur Wahl der falschen Schuhgröße führen.

Wir empfehlen übrigens keine Wollsocken bei den Touren zu tragen weil diese Feuchtigkeit speichern und Blasen fördern.

Je nachdem lohnt es sich sogar zwei Paar dünne Socken übereinander zu ziehen. Wenn Du schnell zu Blasen neigst, wirken zwei Paar Socken wahre Wunder (Weil diese nicht mehr am Fuß reiben, sondern an den Socken).

In jedem Fall solltest Du jedes Szenario durchtesten.

Ach und noch etwas: falls du orthopädische Einlagen nutzen solltest, vergiss diese nicht!

Geheimnis 5: 1cm Größer

Die Bergschuhe die Du kaufen möchtest, sollten ca. 1 cm größer sein als Dein eigentlicher Fuß. Gängige Methoden, das zu prüfen sind Folgende: Du stößt mit Deinem Fuß ganz vorne und prüfst im hinteren Bereich ob Dein Zeigefinger noch Platz hat. Oder Du rutschst ganz nach hinten in die Ferse und achtest darauf, dass dein Zeh ca. 1 cm Luft hat.

Noch besser ist allerdings das genaue Ausmessen der Fußgröße und das dadurch mögliche Ermitteln der Schuhgröße.

Geheimnis 6: Jede Marke hat so seine Tücken

Mammut Bergschuhe sind eher etwas für schmale Füße. Bergschuhe von Meindl gehören eher zu den breiten Modellen. Probier am Besten unterschiedliche Bergschuhe durch. Eine kleine Vergleichs-Liste zu den einzelnen Marken bekommst du für Damenschuhe hier und für Herren Bergschuhe hier.

Geheimnis 7: Achte auf Dein Gefühl

Das sogenannte „subjektive“ Gefühl das Dir beim Kauf oder Nichtkauf hilft solltest Du unbedingt beachten. Ein bestimmter Bergschuh hat es Dir so richtig angetan? Dann liegst Du wahrscheinlich Richtig. Diesen Bergschuh solltest Du kaufen.

Geheimnis 8: Der teuerste nicht der Beste

Immer wieder tritt die Meinung auf, dass ein teurer Bergschuh automatisch der Beste ist. Es stimmt schon, dass teure Marken wie Meindl oder Lowa einfach die Ferrararis unter den Bergschuhen sind. Aber das heißt nicht, dass diese Bergschuhe auch automatisch auf Deinen Fuß passen. Beachte vor allem Geheimnis Nr. 3 + 6. Es spielen einige Faktoren eine wesentliche Rolle.

Gute Bergschuhe gibt es auch schon ab 100 Euro.

Geheimnis 9: Angebote & Geld sparen

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Geld sparen, beim Bergschuhe kaufen…

Das Leidwesen vieler Fachgeschäfte: das Internet und deren Angebote. Im Internet findest Du oft günstigere Bergschuhe als im Fachhandel. Das kann manchmal bis zu 10% sein, was durchaus rentabel ist.

Und noch ein Internetkauf-Tipp: wenn Du zum Beispiel in Amazon gleich 2-3 Modelle bestellst und dann Das Ganze in aller Ruhe austestest hat das einige Vorteile. Zum Beispiel hast Du dann keine anstrengenden Verkäufer, die endlich Ihren Schuh loswerden wollen. 😉

Fazit (beim Bergschuhe kaufen)

  1. Zeit lassen und abends Bergschuhe anprobieren
  2. Schuhgröße richtig ermitteln
  3. Alte Schuhe mitnehmen und passende Bergschuhe finden
  4. Wandersocken mitnehmen und alle Szenarien durchspielen
  5. Bergschuhe sollten größer sein. Ein wenig Luft ist Super!
  6. Achte auf die Marken, jede Marke ist anders geschnitten.
  7. Hör auf Deine innere Stimme
  8. Teuer heißt nicht immer Gut.
  9. Es gibt im Internet unglaublich günstige Angebote. Oft bis zu 10-15% günstiger.

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