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10 Kniffe: Wie schnüre ich Bergschuhe RICHTIG?

Dein Bergschuh oder Trekkingschuh drückt beim Gehen? Immer Druckstellen und Blasen an den selben Stellen? Da kannst Du leicht Abhilfe schaffen. Mit ein paar Kniffen sitzt Dein Schuh wie angegossen. Wir zeigen Dir welche…

KNIFF 1: NACHSCHNÜREN

Lästig, aber absolut notwendig ist das Nachschnüren. Vor dem Start Deiner Wanderung schnürst Du Deine Schuhe schön fest. Das ändert sich aber nach einer halben Stunde. Dein Fuß wird durch das Gehen warm und weitet sich. Mit dem Fuß weitet sich auch der Schuh.

Deshalb musst Du Dir kurz Zeit nehmen um Nachzuschnüren. Natürlich darfst Du auch nicht zu eng binden. Auf was Du bei der Schnürung achten musst, erklären wir im Folgenden.

KNIFF 2: LASCHE MITTIG

bergschuhe-trekkingschuhe-schnuerung-lasche-mittigDie Lasche, oder Zunge, Deines Schuhs sollte immer mittig sitzen. Die meisten Bergschuhe haben auch eine Öse auf der Lasche. Diese unterstützt die Fixierung.

Vor allem bei neuen Schuhen musst Du beim Schnüren darauf achten, dass die Zunge an ihren Patz bleibt. Ist der Schuh einmal richtig eingelaufen, bleibt die Lasche meist von allein wo sie sein soll.

KNIFF 3: SCHNÜRZONEN

Häufig ist es sinnvoll die komplette Schnürung in Bereiche aufzuteilen. Dafür haben die meisten Bergschuhe eine Feststellöse (Tiefzughaken). Dadurch kannst Du den Schuh in zwei Schnürzonen unterteilen. Beispielsweise kannst Du dann den Schaft fester schnüren als den Spann. Wozu das sinnvoll ist?

bergschuhe-trekkingschuhe-schnuerung-schnuerzonen-1

Beim bergauf gehen ist es für viele angenehmer, wenn der Schaft lockerer sitzt. Dazu müsstest Du also den Bereich über der Feststellöse lockerer schnüren. Beim bergab gehen dagegen schnüren viele in der Beuge fester. So kann der Fuß nicht so weit nach vorn rutschen.

Was aber, wenn Du wo anders eine zusätzliche Schnürzone brauchst, weil es Dir dort drückt?

KNIFF 4: DIE EIGENE FESTSTELLÖSE

bergschuhe-trekkingschuhe-schnuerung-eigene-feststelloese

Dann kannst Du einfach eine Feststellöse imitieren. Dann kannst Du so viele Schnürzonen erstellen, wie Du brauchst.

Dazu musst Du den Schnürsenkel beim Kreuzen einmal mehr herumschlagen und danach durch die Öse fädeln. An der Stelle wo Du jetzt die Kreuzung siehst, sitzt Deine imitierte Feststellöse.  Durch die höhere Reibung verrutschen die Schnürsenkel an dieser Stelle nicht so schnell.

KNIFF 5: SCHUHWEITE ANPASSEN

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Von Öse zu Öse fädeln (siehe linke Ösen)

Manche Wanderer haben einen sehr hohen Fuß. Dann kann es gut sein, dass der Schuh am Spann drückt. Normalerweise wird ja beim binden immer überkreuzt und dann eingefädelt. Statt zu kreuzen kannst Du auch einfach von Öse zu Öse fädeln. So kann sich Dein Fuß an dieser Stelle mehr ausbreiten.

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Von Öse zu Öse fädeln (siehe rechte Ösen)

Dir drückt  es an der Schuhspitze? Dann kannst Du hinter der Druckstelle eine imitierte Feststellöse anbringen (Siehe Kniff 4).

KNIFF 6: FERSENSCHLUPF VERMEIDEN

Was ist denn ein Fersenschlupf? Wenn Deine Ferse nicht gut im Schuh sitzt. So reibt sie bei Bewegung am Schuh. Die Folge sind Reibstellen und Blasen. Auch gute Wandersocken können dadurch aufgerieben werden. Was dagegen tun?

Am besten schon beim Kauf auf einen guten Fersensitz achten. Aber keine Sorge wenn Du Schuhe hast die nicht ganz passen: Es gibt auch hier eine Lösung. Du kannst auf die Flaschenzugtechnik zurückgreifen.

Dafür haben fast alle Bergschuhe einen Tiefzughaken. Du fädelst den Schnürsenkel ohne zu kreuzen durch die Tiefzughaken. Danach führst Du den gegenüberliegenden Senkel unter diese Tiefzughakenverbindung. Das machst Du auf beiden Seiten. Danach straffziehen und normal weiterschnüren.

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Jetzt kannst Du leicht mehr Zug auf die Senkeln bringen. So wird Dein Fuß tiefer in den Schuh gedrückt. Automatisch vermindert sich die Reibung an der Ferse.

KNIFF 7: SCHNÜRUNG TIEFER SETZEN

Für manche Wanderer reicht schon ein minimales Tiefersetzen des Knotenpunktes am Schaft. Vor allem bergauf kann sich dieser Knoten bemerkbar machen.

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Dazu kannst Du einfach die Schnürsenkel andersrum einfädeln. Also von oben, statt wie gewohnt von unten. Sinnvoll ist diese Schnürung auch, wenn sich Deine Schnürung leicht löst. Um die Ösen entsteht damit nämlich mehr Reibung.

KNIFF 8: PARALLELSCHNÜRUNG

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Auch hier wieder ein Trick für Wanderer mit einem hohen Fuß. Solchen Personen drücken manchmal die Kreuzungspunkte der Schnürsenkel auf den Spann. Dafür ist die Parallelschnürung sehr geeignet.

  • Dafür den Schnürsenkel durch das unterste Ösenpaar von oben einziehen.
  • Danach musst Du das linke Ende des Schnürsenkels innen diagonal durch die zweite Öse auf der rechten Seite ziehen. Gleich danach den selben Senkel durch die gegenüberliegende Öse fädeln.
  • Jetzt das andere Schnürsenkelende. Dieses musst Du innen diagonal durch die erste freie Öffnung auf der linken Seite ziehen. Danach horizontal durch das Gegenstück auf der rechten Seite fädeln.
  • Diese Schritte abwechselnd bis zum obersten Ösenpaar wiederholen.

KNIFF 9: SOCKEN DARUNTER

Du neigst zu Blasen? Dann zieh am besten unter Deine dicken Wandersocken ein Paar Nylonsöckchen. So reiben die Socken gegeneinander und nicht am Fuss. Beim Schuhkauf solltest Du dann natürlich bedenken, dass Dein Fuß dadurch mehr Platz braucht.

Wer sich etwas professionelles in dieser Hinsich leisten möchte kann auch auf  “Wrightsocks” zurückgreifen. Sie arbeiten mit genau diesem Modell. Eine Außensocke und eine dünne Innensocke aus schnelltrocknender Funktionsfaser.

KNIFF 10: ORIGINAL-SCHNÜRSENKEL VERWENDEN

Schnürsenkel sind leicht dehnbar. Das hat auch seinen Grund: sie passen sich dem Schuh und damit auch dem Fuß an. Ersetzt Du die Originalsenkel jedoch durch irgendeine andere Schnur, wird das ganze unnachgiebiger. Dadurch entstehen gerne auch Blasen oder Druckstellen.

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Anja beim Schuhe fotografieren…


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