Kienberg Freudenstadt

Strecke: 7,2 km
Dauer: 2 Stunden
Aufstieg: 140 hm
Abstieg: 130 hm
Niedrigster Punkt: 760 ü. d. M.
Höchster Punkt: 840 ü. d. M.
Bewertung
Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft

Du bist nur kurz im Schwarzwald? Freudenstadt musst du gesehen haben! Und hier zeigen wir dir noch die passende Tour über den Kienberg, den Hausberg von Freudenstadt.

Egal zu welcher Jahreszeit du hier bist, diese Strecke ist immer einen Besuch wert.

Wir zeigen dir in diesem Beitrag, was dich auf dem Kienberg alles erwartet. Von Rosengarten bis Rodeln ist alles dabei… 😉

Rundwanderung um und auf den Kienberg

Wir waren schon zu allen Jahreszeiten auf dem Kienberg. Deshalb findest du in diesem Beitrag auch Bilder mit Schnee, Herbstlaub und aus dem Sommer.

Wie bei unserer Tour zur Großvatertanne starten wir an dem kostenlosen Parkplatz zwischen der Straßburger und der Schömberger Straße. Von hier aus geht es erst einmal die Schömberger Straße entlang durch den „Teuchelwald“.

Wusstest du schon?

Beim „Teucheln“ oder auch „deicheln“ wird ein Baumstamm in der Mitte durchbohrt und dann als Wasserleitung benutzt. Diese Methode wurde in vorindustrieller Zeit besonders in wald- und wasserreichen Gegenden Mitteleuropas eingesetzt. Unter anderem hier im „Teuchelwald“.

Sobald du auf den Wanderweg triffst, der von der Agnesruhe kommt, biegst du rechts ab. Danach muss die Schömberger Straße überquert werden.

Auf der anderen Seite der Straße geht es dann ziemlich bergauf, hoch auf den Kienberg. Die Strecke führt mitten durch den schönen Schwarzwald über den Zollernblickweg.

Wegweiser auf dem Wurzelpfad zum Baldenhofer Graben
Wegweiser auf dem Wurzelpfad zum Baldenhofer Graben

Sobald der Philosophenweg kreuzt, folgst du ihm nach rechts auf den unteren Zollernblickweg. Hier hast du dann zwei Möglichkeiten. Wer lieber auf dem breiten Forstweg gehen will, kann einfach geradeaus gehen. Da wir aber immer kleine Wanderpfade gehen möchten, biegen wir rechts zum „Baldenhofer Graben“ ab.

Der Blaubeerpfad

Dieser kleine Wurzelpfad ist wirklich den Umweg wert! Der Pfad ist gesäumt von Blaubeersträuchern. Zwischen Juli und September kannst du hier neben dem Wandern leckere Blaubeeren pflücken.

Wenn du zur Pilzsaison gehst, findest du hier im Wald übrigens auch unglaublich viele Trompetenpfifferlinge!

Der Pfad durch die Blaubeersträucher... hier im Winter, mit einer kleinen Schneehaube.
Der Pfad durch die Blaubeersträucher… hier im Winter, mit einer kleinen Schneehaube.

Der Zollernblick

Das Wurzelwegchen führt dich in einem Bogen später wieder zurück auf den unteren Zollernblickweg. Immer leicht abwärts gelangst du dann bald zum „Skihang Stockinger“. Im Winter kannst du hier Rodeln oder Skifahren. Im Sommer kannst du einfach den unglaublichen Blick genießen.

Am Skihang Stockinger
Am Skihang Stockinger

Direkt am Skihang kannst du auch in der wunderschönen Berghütte Lauterbad einkehren. Der Blick von der Terasse ist einmalig. Du kannst über die Skipiste hinunter nach Lauterbad und bis zur schwäbischen Alb sehen. In die Preise auf der Hütte scheint dieser Blick allerdings mit einberechnet sein ;-).

Die Berghütte Lauterbad mit der Sonnenterasse
Die Berghütte Lauterbad mit der Sonnenterasse

Folge dann weiter dem Zollernblickweg und später dem oberen Palmenwaldweg. Sobald du aus dem Wald herauskommst wirst du auf einen geteerten Spazierweg treffen. Diesem folgst du nach links hinauf auf den Kienberg.

Der Spazierweg auf dem Kienberg - hier im Herbst.
Der Spazierweg auf dem Kienberg – hier im Herbst.

Auf und um den Kienberg gibt es sehr viele kleine und große Wanderpfade. Du kannst mithilfe der GPS-Daten auch alternative Pfade nehmen. Wir mussten uns für diese Tour für eine Wegführung entscheiden. Allerdings gibt es noch viele weitere Möglichkeiten.

Einer der alternativen Pfade vom Zollernblickweg hinunter zum "Gminder Weg".
Einer der alternativen Pfade vom Zollernblickweg hinunter zum „Gminder Weg“.

Der Rosengarten

Hier beginnt schon der Rosengarten. Am Wochenende musst du hier auf dem Kienberg mit vielen Spaziergängern rechnen. Anwohner und auch viele Touristen nutzen dieses Naherholungsgebiet gerne zum Ausspannen.

Im Rosengarten - hier im Winter
Im Rosengarten – hier im Winter

Wenn du im Frühsommer (Juni, Juli) unterwegs bist, wird es überall angenehm duften. Schon der kleine Zickzack-Weg ist von Rosenbüschen gesäumt. Oben auf dem Plateau des Kienbergs wurde ein richtiger Rosengarten angelegt.

Tipp!

In der Blütezeit der Rosen lohnt es sich etwas Zeit für die über 1000 Wildrosen und historischen Strauchrosen zu reservieren. Sie duften unglaublich. Jeder Strauch ist beschildert und gibt dir Infos über den Namen und die Art des Duftes.

Jede Rose hat ihren eigenen speziellen Duft...
Jede Rose hat ihren eigenen speziellen Duft…

Der Friedrichsturm

Direkt neben dem Rosengarten steht der Friedrichsturm. Im Sommer lohnt es sich auf jedem Fall einmal hinaufzusteigen. Von hier oben hast du bei gutem Wetter einen unglaublichen Blick über Freudenstadt und weite Teile des Schwarzwaldes. Der Turm ist frei zugänglich, nur im Winter ist er geschlossen. Er wurde im Jahr 1899 gebaut und war ein Geschenk zum 300-jährigen Bestehen der Stadt.

Blick vom Friedrichsturm im Sommer. Links im Bild das Freudenstädter Bähnle.
Blick vom Friedrichsturm im Sommer. Links im Bild das Freudenstädter Bähnle.

Das Freudenstädter Bähnle

Von April bis Oktober kann es sein, dass du auf dem Kienberg das Freudenstädter Bähnle siehst. Es fährt vom Freudenstädter Marktplatz – dem größten Marktplatz Deutschlands – in einer Rundtour über den Kienberg und wieder zurück. Weitere Infos zum Bähnle findest du hier.

Kleine Pfade, die kreuz und quer über den Kienberg führen.
Kleine Pfade, die kreuz und quer über den Kienberg führen.

Das Kneipp-Becken

Am Fuß des Friedrichsturms befindet sich ein frei zugängliches Kneipp-Becken, eine Liegewiese und mehrere Sonnenliegen. Im Sommer lohnt es sich hier eine kleine Erfrischungs-Pause zu machen.

Glühwein-to-go

Hier oben auf dem Kienbergplateau befindet sich auch das Café Friedrichs. Es hat das ganze Jahr über geöffnet. Hier gibt es regionale Küche, schwäbische und badische Vesper und auch hauseigene Torten und Kuchen. Durch die großen Fenster oder auch auf der Sonnenterrasse hast du einen perfekten Blick auf Freudenstadt. Wenn du Glück hast, wird im Winter sogar Glühwein-to-go angeboten… 😉

Der Minigolf-Park

Wenn du nach allen diesen Sehenswürdigkeiten noch immer etwas Zeit hast, kannst du im Sommer noch eine Runde Minigolf spielen :-). Der Park ist nicht groß, aber liebevoll angelegt und du hast einen wunderschönen Blick ins Tal. Auf der Gartenterrasse gibt es auch Snacks und Getränke.

Vom Minigolfpark Kienberg geht es dann im Zickzack hinunter zurück zum Parkplatz.

Ausrüstung für diese Tour

Die Strecke führt meistens über versicherte Wege, es sind allerdings auch ein paar Wurzelwege dabei. Wer sich unsicher fühlt oder schnell abknickt, sollte festes Schuhwerk tragen. Wenn du dich sicherer fühlst, kannst du auch Wanderschuhe mit hohem Schaft tragen.

Sollte Schnee liegen, empfehlen wir definitiv wasserdichte Schuhe mit hohem Schaft. Sonst hast du bald mehr Schnee im Schuh als darunter… 😉

Je nach Jahreszeit empfehlen wir dir verschiedene Zusatzausrüstung.

Wenn du das Kneipp-Becken benutzen möchtest und danach nicht mit nassen Füßen wieder in die Wanderschuhe steigen willst, kannst du dir ein kleines Handtuch mitnehmen.

Wenn du in der Blaubeersaison gehst, zwischen Juli und September (die Saison ist immer vom Wetter abhängig) würden wir dir empfehlen, eine Tüte oder einen kleinen Korb mitzunehmen. Dasselbe gilt im Spätherbst für die Zeit der Trompetenpfifferlinge.

Im Winter kannst du Rodelausrüstung mitnehmen und am Skihang rodeln.

Samuel mit unseren Rodel-Tellern auf dem Rücken… 🙂

Und falls du vorhast in der Berghütte Lauterbad oder im Friedrichs am Kienberg einzukehren, den Minigolfpark zu nutzen oder mit dem Freudenstädter Bähnle zu fahren, solltest du ausreichend Geld dabeihaben.

Fazit

Die Tour über den Kienberg ist sehr vielseitig. Deshalb kann sie auch zu jeder Jahreszeit gegangen werden. Wie du siehst, ist der Schwarzwald für Wanderer bestens vorbereitet. Die Wanderstrecken sind gut gekennzeichnet, es gibt immer wieder schöne Aussichtspunkte mit Bänken und Möglichkeiten zur Einkehr.

Je nach Jahreszeit solltest du dich unterschiedlich ausrüsten. So kannst du die Strecke bestmöglich genießen.

Ideen oder Fragen zu dieser Tour? Dann schreibe uns gerne einen Kommentar.

Samuel und Anja: Autoren von Berginstinct

Hi! Wir sind Anja & Samuel, die Outdoor-Fans hinter BERGINSTINCT. Wir lieben Berg- und Hüttentouren, internationale Reisen, sinnvolle Ausrüstung und alles, was mit der Natur zu tun hat. Mehr erfahren…

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