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Wildnis und Natur pur – die Region Aysén in Chile

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Ich freue mich heute einen Artikel von Andrea Sauer zu veröffentlichen. Sie hat einige interessante Punkte rund um die Region Aysén in Chile zu berichten.

Schon gespannt?

Aysen-Chile-Gastbeitrag-Artikelbild

Ok hier ist Ihr Bericht:

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Südamerikaner können einfach grillen…

Aysén – für jeden, der schon mal da war, gleichbedeutend mit menschenleerer Natur, Gletschern bis fast hinunter zur Schotterpiste, grandiosen Bergmassiven, hellblauen Seen und und und. Direkt komme ich ins Schwärmen! Zunächst aber die trockenen Fakten: Die Region Aysén ist eine der 15 Regionen Chiles und liegt in Patagonien. Im Norden grenzt Aysén an die Region de Los Lagos, im Süden an die Region Magellanes, im Osten an Argentinien und im Westen an den pazifischen Ozean. Mit 108.494,4 km² ist sie nach Magallanes und Antofagasta die drittgrößte Region des Landes und hat mit einer Einwohnerzahl von ca. 94.000 die wenigsten Einwohner.
Auf deutsche Verhältnisse übertragen heißt das, dass auf einer Fläche, die ungefähr der Fläche von Bayern und Baden-Württemberg entspricht, nur die Einwohner einer mittelgroßen Stadt verteilt leben. Wenn man dann noch bedenkt, dass sich zwei Drittel der Einwohner auf zwei Städte (die Hauptstadt Coyhaique und die Stadt Puerto Aysén) verteilen, kann man sich ein gutes Bild davon machen, wieviel Natur pur einen in dieser Region erwartet!
Die Region Aysén, die leider noch nicht oft Teil von Gruppenreisen nach Chile ist und daher überwiegend individuell besucht werden muss, unterscheidet sich vom Rest von Patagonien durch zwei landschaftliche Besonderheiten: undurchdringliche, grüne und mit Moosen und Flechten überzogene Urwälder und Wasser im Überfluss, in Form von Flüssen, Seen, Wasserfällen, Gletschern und Fjorden. Grund ist die Andenkette, die dafür sorgt, dass sich auf der chilenischen Seite die Wolken abregnen, die vom pazifischen Ozean heranziehen.
Die meisten Touristen nutzen, wie ich auch, die 1240km lange Carretera Austral, die Puerto Montt und Villa O’Higgins verbindet und Teil der Panamericana ist. Mittlerweile ist die ursprüngliche Schotterpiste teilweise asphaltiert, was besonders Radfahrer enttäuscht hat, die die Carretera Austral als eine der letzten Wildnisstraßen auch entsprechend erleben wollen. Für die Anwohner und Autofahrer ist es aber ein Segen, wenn ich an die vielen Male denke, bei denen ich mir an einem Schlagloch den Kopf am Autodach gestoßen habe!
Die Region bietet genug Potential, sich wochenlang zu beschäftigen! Alleine die vier Nationalparks und die sieben Rerservas Nationales bieten schon unzählige Wandermöglichkeiten. Sehr beliebt ist das Fliegenfischen in den vielen Flüssen der Region, die man teilweise auch zum Raften nutzen kann. Im nördlichen Teil der Straße kommt man immer wieder an Thermen vorbei. Mir hat es sehr gut gefallen, im warmen Wasser mitten im Grünen zu liegen!
Aber auch, wenn man weniger Zeit mitbringt, kann man schon alleine von der Straße aus so viel sehen! Besonderes Highlight ist z.B. der Lago General Carrera, der bei schönem Wetter eine unvergleichliche hellblaue Farbe hat, die zusammen mit den gelben Blüten des Ginsters einen unvergleichlichen Anblick bietet! Auf der wenig befahrenen Strecke am Südufer hat man dann noch einen wunderbaren Bergblick. Anziehungspunkt am Lago General Carrera ist die Capilla de Marmol, eine Marmorhöhle im See, die mit Booten besucht werden kann. Das Farbspiel aus Blau und Weiß in allen Schattierungen ist definitiv einen Besuch wert!
Noch berühmter ist der Gletscher der Laguna San Rafael, der von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Er schlängelt sich vom nördlichen Eisfeld herunter und kann mit dem Schiff oder dem Flugzeug erreicht werden.
Und dann gibt es noch unzählige weitere Gletscher, die straßenlose Stadt Tortel, die Möglichkeit, Reittouren durch völlig unbewohnte Gebiete zu machen, die unglaubliche Gastfreundschaft der verstreut lebenden Bauern, den Geschmack des unvergleichlichen Asado al palo (ein ganzes Lamm wird am Spieß über Stunden gegrillt), den Hängegletscher Queulat, den Parque Pumalin, und so könnte ich noch endlos aufzählen. Aber es hilft nichts, man muss es selbst erlebt haben! Auf geht`s!

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