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Gernsbacher Runde (Premiumweg)

Region,
Typ
Schwierigkeit
Gebirge,
Länge↔ 42.87 km
Aufstieg↑ 1488 hm
Abstieg↓ 1499 hm
Dauer🕐 12 h
Niedrigster Punkt⯆ 156 ü. d. M.
Höchster Punkt⯅ 663 ü. d. M.

Die Gernsbacher Runde ist ein aussichtsreicher Rundwanderweg um Gernsbach. 

Die Stadt hat sich sehr viel Mühe gemacht die Strecke mit Schildern zu versehen. Die Wegführung ist sehr ausführlich.

Mehrere Teile der Strecke führen leider über Forstwege. Restaurants und Café’s gibt es dafür zu genüge. Außerdem hast du viele Möglichkeiten die Tour nach eigenen Wünschen zu kürzen.


Kondition
(2/5 )
Technik
(1/5 )
Erlebnis
(2/5 )
Landschaft
(3/5 )


Die Gernsbacher Runde ist ein am 29. April 2007 eröffneter Rundwanderweg rings um Gernsbach. Die Tour ist an zwei Tagen machbar, wird aber auch gerne auf drei oder vier Tagesetappen aufgeteilt.

Während du den zertifizierten Premiumweg gehst, kannst du immer der „Ebersteiner Rose“ folgen. Diese wurde als Symbol für die Strecke festgelegt.

Die gesamte Strecke kann in vier Teilstrecken unterteilt werden. Zwei Teilstrecken befinden sich auf der östlichen Seite der Murg, die anderen beiden auf der westlichen:

  • Gernsbach-Lautenbach (östlicher Teil): ca. 6,7 km
  • Lautenbach-Reichental (östlicher Teil): ca. 10,0 km
  • Reichental-Merkur (westlicher Teil): ca. 18,1 km
  • Merkur-Gernsbach (westlicher Teil): ca. 8,1 km

Wer die Strecke auf zwei Tage aufteilen möchte, dem empfehle ich folgende Aufteilung:

  • Etappe 1: Gernsbach bis Hilpertsau: ca. 20,0 km
  • Etappe 2: Hilpertsau bis Gernsbach: ca. 22,7 km

Wegbeschreibung östlicher Teil

Die „Runde“ beginnt am Wanderportal im Laufbachtal.

Lustigerweise „laufen“ hier im „Laufbachtal“ auch viele Sportbegeisterte gerne den Bach entlang. Hier werden Ortsnamen wohl wörtlich genommen. 🙂

Schon hier am Beginn unserer Tour kannst du gleich das typische Wanderzeichen „Ebensteiner Rose“ finden.

Wusstest du schon?

Die Ebersteiner Rose war das Wappensymbol der Grafen von Eberstein.

Das jetzt schon fast 1000 Jahre alte Symbol kannst du in vielen Wappen in dieser Gegend wieder finden.

Die Schilder die als Wegweiser dienen sind 10 x 10 cm groß, und sind auf Eck stehende Quadrate. Eine rot markierte Ecke weist in die Richtung in die du gehen musst.

Das Laufbachtal führt dich aus Gernsbach hinaus über die Laufbachbrücke Richtung Loffenau.

Nach der Brücke kannst du große Grenzsteine sehen die früher die Grenze zwischen Baden und Württemberg bildeten. Du gehst jetzt sozusagen von „Baden“ nach „Württemberg“.

Noch vor knapp 100 Jahren handelte es sich dabei um verschiedene Bundesländer. Zudem verstanden sich die beiden Parteien nicht besonders gut.

Noch bevor du nach Laufbach hineinkommst befinden sich links die Laufbachwasserfälle.

Ein schön angelegter Weg und eine Brücke führen den Wanderer durch die Schlucht. Bis vor kurzem wurde den Wasserfällen kaum Aufmerksamkeit geschenkt.

Dank einer Bürgerinitiative wurde der kleine Steig durch die Sandsteinschlucht angelegt.

Danach gelangst du nach Loffenau und durchquerst das komplette Dorf. An der alten Eiche geht es dann rechts weiter nach Lautenbach.

Bald gelangst du wieder über die ehemalige Landesgrenzen. Diesmal gehst du wieder zurück nach „Baden“.

Bist du an der Illertkapelle vorbei, hast du einen wunderschönen Blick über Lauterbach.

Jetzt geht es weiter zu den Lauterfelsen.

Spezial – Tipp!

Die Lauterfelsen stehen unter Naturschutz. Klettern ist hier verboten, da Falken hier brüten un ihre Junge großziehen.

Allerdings gibt es eine Stelle an der es erlaubt ist auf den Gipfel zu steigen und die Aussicht zu genießen.

Weiter geht es zum Rockertkof. Dort steht die Elsbethhütte von der aus man über das komplette Murgtal sehen kann.

Einer der Höhepunkte der Tour ist mit Sicherheit die jetzt folgende Strecke durch die „Fußfelsen„.

Spezial – Tipp!

Hier kannst du, wenn du willst, die Tour auch etwas abkürzen. Dazu musst du rechts Richtung Reichental abbiegen.

Du kommst dann direkt an der Fatma-Kapelle raus.

Wenn du dem Hauptweg der Gernsbacher Runde weiter folgst gelangst du über den Haselgrund zum „Saulachfelsen“ und den „Alten Eichen„.

Viel ist von den Eichen allerdings nicht mehr übrig. Früher wurde der Eichenwald als Waldweide für Schweine genutzt. Besonders die Eicheln waren beliebtes Schweinefutter.

„Auf den Eichen wachsen die besten Schinken“ war die weitläufige Meinung der Bauern.

Der gemütliche Platz an dem früher die Schweine grasten lässt es sich wunderbar rasten. Danach gehts abwärts nach Reichental hinein.

 Wusstest du schon?

Die Einwohner von Reichental leben in und mit dem Wald. Überall ist Holz gelagert. Deshalb gibt es auf der anderen Seite des Dorfes auch ein „Waldmuseum“

Typisch sind hier auch die Tiroler Heuhütten. Als die Täler in dieser Gegend des Schwarzwaldes urbar gemacht wurden, konnte darin gut Heu gelagert werden.

Weiter führt die Gernsbacher Runde über den Kunstweg. Hier wird seit 2004 Kunst bekannter Künstler ausgestellt. Objekte aus allen Werkstoffen sind hier überall am Wegesrand zu finden.

Der Kunstweg leitet dich nach Hilpertsau. Dieser Ort liegt wieder an der Murg und an der S-Bahn-Strecke.

Hier ist außerdem die Halbzeit der Strecke erreicht. Du kannst hier mit der Bahn zurück nach Gernsbach fahren.

Wegbeschreibung westlicher Teil

Den zweiten Teil der Strecke kannst du auch am nächsten Tag fortsetzen.

Von der Hauptstraße aus geht es über die Werksbrücke auf den Philosophenweg. Kurz danach gelangst du auf den Murgtalwanderweg.

Spezial – Tipp!

Der 100 km lange Murgtalwanderweg führt Wanderer von der Quelle der Murg bis zu seiner Mündung in den Rhein.

Über den Wanderweg gelangst du nach Obertsrot. Hier befindet sich das märchenhafte Schloss Eberstein.

 Wusstest du schon?

Das mächtige Schloss Eberstein wurde von den Grafen von Eberstein erbaut. Später übernahmen die Markgrafen von Baden den Besitz.

Im Jahr 2000 kaufte ein privater Käufer das Schloss auf und lies es geschmackvoll restaurieren.

Heute ist es ein aussichtsreiches Restaurant das 2006 mit einem Guide Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Außerdem ist es ein 4-Sterne Hotel.

Auf dem „Sagenweg“ geht es weiter zur „Erzgrube„. Hier wurde damals Erz gewonnen. Allerdings ist die Grube eingefallen. Nur ein dunkler Spalt lässt noch darauf schließen.

Der Weg führt dich an der Saulachkopfhütte vorbei Richtung „Nachtigall“, einem Gasthaus auf einer Anhöhe.

Vom Gasthaus aus geht es dann zum nächsten Highlight der Tour: dem Merkur, oder Großen Staufenberg.

Auf dem Merkur steht auch der begehbare Merkurturm. Von dort oben hast du eine Fernsicht in das Rheintal, Murgtal und Richtung Baden-Baden.

Spezial – Tipp!

Mit der Merkurbergbahn kannst du einen kleinen Ausflug nach Baden-Baden machen.

Leider überschwemmen bei gutem Wetter durch die Bergbahn sehr viele Touristen den Merkur. Für Einsamkeit suchende Wanderer ist dieser Gipfel deshalb nicht die Erfüllung.

Nach dieser kleinen Pause mit Aussicht geht es dann den Zick-Zack-Weg hinunter bis zu der Anhöhe namens Sattley. Hier gibt es auch eine Bushaltestelle.

Auf dem restlichen Weg hast du immer wieder eine wunderschöne Sicht auf Staufenberg.

Am Galgeneck könntest du die Tour wieder abkürzen und direkt nach Gernsbach absteigen.

Wer die Tour aber komplett gehen möchte wird nochmals mit einem wunderschönen Eckchen Natur belohnt. Am „Lieblingsfelsen“ lässt es sich gut noch eine kleine Pause machen.

Letzenendes gibt es noch den letzten Abstieg auf die Weinau bis hinunter zum Bahnhof von Gernsbach

Spezial – Tipp!

In Gernsbach lohnt sich ein Abstecher in den Katz’schen Garten – ein Barock- und Skulpturengarten. Auch die Altstadt ist ein Besuch wert.

Wer möchte kann sich zum krönenden Abschluss an der Touristeninformation in Gernsbach noch ein kleines Erinnerungsgeschenk abholen.

Anreise

Nach Gernsbach kommst du sowohl mit dem eigenen Fahrzeug, wie auch mit der S-Bahn. In Gernsbach gibt es zwei Haltestellen der Bahn.

Mit dem Auto

Von der A5 Karlsruhe/Basel kommend:

Die Ausfahrt Rastatt abfahren. Danach die Bundesstraße 462 in Richtung Gaggenau/Gernsbach/Freudenstadt. Dieser ca. 15 km folgen, bis zum Ortsschild Gernsbach.

Dann der Beschilderung „Gernsbach“ folgen. Wichtig ist, dass du nicht in den Tunnel fährst.

Am Bahnhof geht es geradeaus weiter und an der Post und einer Ampel vorbei immer geradeaus Richtung Innenstadt.

Nach der Ampel die nächste Möglichkeit links und danach gleich wieder links Richtung Raststatt.

Den Parkplatz findest du dann auf der linken Seite.

Von Richtung Freudenstadt kommend:

Auch hier nicht in den Tunnel fahren sonden rechts abbiegen Richtung Altstadt.

Auch hier dann Richtung Rastatt weiterfahren und den Parkplatz auf der linken Seite nutzen.

Spezial – Tipp!

In Gernsbach findest du teilweise an den Ortseingängen Stadtpläne die bei der Orientierung helfen.

Parken

Du kannst dein Fahrzeug am Bahnhhof in Gernsbach stehen lassen.

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

Direkt in Gernsbach gibt es einen Anschluss an die S-Bahn (S41). Es gibt die Haltestellen Gernsbach Mitte und Gernsbach Bahnhof.

Einkehrmöglichkeiten

Loffenau:

  • Reiterstüble (Tel: 07083 4319)
  • Sonne (Tel: 07083 92380)
  • Alte Zunft (Tel: 07083 2640)

Lautenbach:

  • Hotel-Restaurant Sonne (Tel: 07224 2602)
  • Landgasthof Lautenfelsen (Tel: 07224 2784)
  • Gute Stube/Saunahaus Steimer (Tel: 07224 4364)

Reichental:

  • Gasthaus Auerhahn (Tel: 0175 1469812)
  • Gasthaus Grüner Baum (Tel: 07224 916312)

Hilpertsau:

  • Schloss-Schänke, Schloss Eberstein (Tel: 07224 995950)
  • Gasthaus Nachtigall (Tel: 07224 657000)
  • Merkurstüble, Bergstation Merkur (Tel: 07221 31640)

Tipps und Infos

Wenn du weitere Informationen oder Hilfen vor Ort benötigst kannst du dich an das örtliche Touristenbüro in Gernsbach wenden:

Igelbachstr.11
76593 Gernsbach
Telefon +49-(0)7224-644-44
E-Mail: touristinfo@gernsbach.de

Öffnungszeiten:

Juni-August:
Mo-Fr: 09.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr
Sa: 10.00-12.00 Uhr

September-Mai:
Mo-Fr: 09.00-12.00 Uhr und 14.00-16.30 Uhr

Schutzgebiete

Der Feldberg befindet sich in mehren Schutzgebieten:

Deshalb gelten auf dieser Wandertour auch folgende Regeln:

  • auf den Wegen bleiben
  • keinen Lärm machen
  • keine Steine oder Mineralien sammeln
  • keine Pilze sammeln
  • keine Pflanzen pflücken
  • keine Pflanzen und Tiere aussiedeln
  • Müll wieder mitnehmen
  • keine Tiere füttern
  • nur auf den markierten Flächen zelten
  • kein offenes Feuer machen
  • Hunde an die Leine nehmen
  • keine Drachen- und Modell-Flugzeuge fliegen lassen

Fazit

Die Gernsbacher Runde ist also ein sehr abwechslungsreicher und ausgedehnter Rundweg um das Stadtgebiet.

Der Weg ist sehr gut ausgeschildert und kann wunderbar den persönlichen Wünschen angepasst werden.

Wer allerdings die Einsamkeit in der Natur sucht wird auf diesem Weg nicht so glücklich werden. Große Teile der Strecke führen durch Dörfer oder über Forstwege.

Da auf den Merkur eine Bergbahn führt sind auch dort immer relativ viele Touristen zu finden.

Allerdings gibt es dafür Möglichkeiten die Strecke zu kürzen oder eine kleine Rast zu machen. Wer keinen Rucksack mitnehmen möchte kann auch an vielen Stellen einkehren.

Die Gernsbacher Runde lohnt sich also und bietet zusätzlich noch viele schöne Ausblicke auf die umliegenden Täler.

Viel Spaß dir mit der Ebersteiner Rose!

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